Havelbiwak: Tag der offenen Tür der Bundeswehr
Das Havelbiwak ist der Tag der offenen Tür des Panzerpionierbataillons 803. Er findet nicht in der Elb-Havel-Kaserne statt, sondern auf dem Pionierübungsplatz Land-Wasser nördlich von Nitzow, direkt an der Havel. Dort zeigt der Standort, was Pioniere zu Wasser und zu Land können: Brücken und Fähren, Fahrzeuge, Vorführungen und Stationen zum Mitmachen.
Der Termin liegt nicht fest in jedem Kalenderjahr. Nach einzelnen Jahren mit Pause kam die Veranstaltung wieder. Sobald Stadt oder Bataillon den nächsten Tag nennen, findest du ihn im Eventkalender.
Anreise
Am Wasserplatz selbst reichen die Parkplätze für private Fahrzeuge nicht. Kostenfreie Parkplätze findest du in Havelberg beim Haus der Flüsse. Von dort fahren Busse im Auftrag der Bundeswehr mit weiteren Zustiegen in der Stadt zum Übungsplatz. Hin- und Rückfahrt sind kostenfrei.
An einzelnen Jahren waren zusätzlich Plätze in der Bahnhofstraße ausgeschildert. Folge am Veranstaltungstag den Hinweisen „Havelbiwak“. Am Waldrand bei Nitzow solltest du nicht parken.
Was dich erwartet
Typisch ist eine große Ausstellung von Fahrzeugen und Gerät, dazu Vorführungen auf dem Land und auf der Havel. Je nach Wetter und Sicherheitslage sind Mitfahrten in gepanzerten Fahrzeugen und Pontonbooten möglich. Das kann robust werden. Nimm stabile, besser wasserabweisende Kleidung und festes Schuhwerk mit.
Zum Mitmachen gehören Stationen wie militärisches Schminken, Tarnen und Aufspüren im Gelände sowie das Hineinklettern in Fahrzeuge. Es gibt Vorführungen, Feldküche, Essen und Getränke. Im mobilen Karrierecenter der Bundeswehr kannst du dich zu beruflichen Wegen beraten lassen.
Wiederkehrende Programmpunkte der letzten Jahre waren der Bau einer Faltschwimmbrücke über die Havel, dynamische Vorführungen mit Pioniergerät und Stationen der Pioniertaucher. Der genaue Ablauf wechselt. Einlass und Ende liegen in der Regel zwischen Vormittag und späterem Nachmittag, der Shuttle beginnt früher und fährt nach Schluss noch einmal zurück.
Galerie
Bundeswehr in Havelberg
Havelberg ist Garnisonsstadt. Die heutige Elb-Havel-Kaserne liegt an der Wilsnacker Straße 50. Kernverband ist das Panzerpionierbataillon 803. Es gehört zur Panzergrenadierbrigade 41 und stellt die Pionieraufgaben für diese Brigade. Zum Auftrag gehören Beweglichkeit über Gewässer und Geländehindernisse, Unterstützung durch Pioniertaucher und Hilfe mit schwerem Gerät, wenn Stadt und Landkreis sie brauchen, etwa bei Hochwasser.
Im Bataillon dienen rund 850 Soldatinnen und Soldaten. In derselben Kaserne haben weitere Dienststellen ihren Platz, darunter das Sanitätsversorgungszentrum Havelberg und weitere Pionier- und Versorgungsteile. Von 2002 bis Ende 2014 war zusätzlich das Führungsunterstützungsbataillon 382 in Havelberg beheimatet.
Die Linie des heutigen Verbandes beginnt nach der Wiedervereinigung. 1991 entstand in Havelberg aus dem ehemaligen Pontonregiment 5 der NVA das Schwimmbrückenbataillon 803. Über Pionierbrückenbataillon und schweres Pionierbataillon wurde der Verband 2003 zum Panzerpionierbataillon 803 umgegliedert.
Für die Stadt ist der Standort mehr als ein Arbeitgeber am Ortsrand. Familien der Soldaten wohnen in Havelberg und im Umland, Gelöbnisse ziehen Angehörige aus dem ganzen Bundesgebiet an, das Bataillon tritt bei Amtshilfe und bei festen Terminen im Stadtleben auf. Im Januar laden Stadt und Garnison zu einem gemeinsamen Neujahrsempfang für geladene Gäste. Die Verbindung zwischen Hansestadt und Kaserne gilt vor Ort als eng.
Praktische Hinweise
- Eintritt frei. Der Tag ist draußen. Wetterfeste Kleidung lohnt sich, auch im Spätsommer.
- Mitfahren in Fahrzeug oder Boot hängt von Wetter und Sicherheitslage ab. Plane robust, nicht fest mit einer bestimmten Fahrt.
- Am Übungsplatz selbst nicht auf einen privaten Stellplatz setzen. Shuttle nutzen.
- Essen und Getränke gibt es vor Ort.
- Eine Unterkunft in Havelberg ist praktisch, wenn du den Tag ohne Hetze angehen willst. Der Shuttle startet in der Stadt.
Hineinklettern
Offene Türen, Blick ins Fahrerhaus, Mädchen und Junge hinter der Scheibe. Genau das ist der Teil des Tages, den Kinder zuerst suchen.
Hineinklettern beim Tag der offenen Tür.